Jahresrückblick 2020: Rennen, Wandern, Buddeln, Verreisen, Arbeitsverweigerung

Ach, mein ganzes Leben könnte unter dieser Überschrift stehen. Klingt voll dramatisch, oder?

Noch besser: Mein Leben könnte eine Kurzgeschichte sein, die nur aus diesen fünf Wörtern besteht – die aber niemals aufgeschrieben werden würde, weil ja die Übersetzerin immerzu andere Sachen macht.

Glauben Sie mir, so ein hyperaktiver Zweibeiner kann für einen Hund unfassbar anstrengend sein. Am einen Tag wird ein Halbmarathon gewandert, dann wird blöd herumgelegen, weil die Übersetzerin an irgendetwas arbeitet, fotografiert, läuft, räumt oder in der Gegend herumkarjöhlt, dann muss hund auf einmal drei Tage hintereinander rennen… Also richtig rennen. Hinter der Übersetzerin her. Und kaum bleibe ich mal stehen, um nach etwas zu schnuppern, ist die schon wieder um die nächste Ecke. Aber das ist eine ganz andere Geschichte. Da geht es um ganz viele Kilometer, die sie in diesem Jahr laufen will. Und ich armer Hund muss wahrscheinlich mit. Wuff. Hechel.

Aber manchmal habe ich doch noch ein bisschen Zeit zum Buddeln. Und dann finde ich immer etwas. Meistens Knochen, die ich dann herumschleppen muss, weil die Übersetzerin nicht auf mich wartet oder mich noch viel besser auf dem kürzesten Weg nach Hause bringt, damit ich meine Schätze im Garten vergraben kann. Von der Wirbelsäule hatte ich Ihnen ja schon gebellt.

Letztes Jahr sind wir auch wieder verreist. Nach Dänemark. Da hatte die Übersetzerin glücklicherweise mal Zeit, für mich zu arbeiten. Die ganzen dänischen Abenteuer können Sie hier nachlesen:

Als wir wieder zuhause waren, wurde wieder gewandert. Und herumgerannt. Und dann wieder gewandert. Glücklicherweise immer auch mit unseren lieben Gassifreunden.

In der Mitte sehen Sie Lotti. Die ist schon alt und darf den größten Teil der Strecke fahren. Ich darf das nicht… Wer hat also das nettere obere Leinenende???

Im Oktober ist meine liebe Freundin Luna gestorben. Das hatte ich Ihnen aber auch schon gebellt. Trotzdem. Lassen Sie uns eine kleine Gedenkminute für sie einlegen. Jetzt.

Und dann war – Schwupps! – Weihnachten. Dieses Jahr sind wir nicht verreist. Wegen Lockdaun. Die Menschen glauben inzwischen nämlich auch, dass diese Reiserei gar nicht gesund ist. Und wenn wir mal durch die Stadt gegangen sind, hatten alle einen Maulkorb auf. Ich nicht. Komische Welt. Ob die wohl ohne das Ding im Gesicht beißen? Aber dann müsste es ja einen Wesenstest für Menschen… Hm… Muss ich noch ein bisschen drüber nachdenken.

Ach, wissense, Weihnachten erledigen wir jetzt gleich mit. Ist gar nicht so viel zu bellen. Es gab einen riesigen Weihnachtsbaum, kleingeschnittenes totes Tier auf so Spießchen und ein paar Geschenke. Natürlich wieder keins für mich.

Ich bin ein ganz armer Hund! Nämlich!

Besuch hatten wir auch. Von Tricky Chicky, dem lautesten kleinen Hund, den ich kenne. Aber das belle ich Ihnen in den nächsten Tagen. Ist eine längere Geschichte.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s