Wer an meiner Hundephobie schuld hat: Anmerkung der Übersetzerin

Die einzige Entschuldigung, die ich habe, ist meine Unerfahrenheit mit Hunden. Ich dachte wirklich, wenn wir einfach zu jedem der beiden gleich nett sind, vertragen die sich auch. Weit gefehlt!

Ich weiß inzwischen, dass es sinnvoll ist, zunächst einmal nicht dazwischen zu gehen, wenn zwei Hunde ihre Streitigkeiten austragen. Eine Hundetrainerin sagte einmal: „So lange sie laut sind, ist alles gut. Gefährlich wird es erst, wenn sie leise werden.“ Dann sagte sie noch: „Die Menschen sollten versuchen, die Keilerei ihrer Vierbeiner auszuhalten. Es ist ein völlig normales Verhalten für Hunde.“ Und an Lautstärke mangelte es den beiden Hundedamen definitiv nicht. Das Aushalten war schon schwieriger…

Wölfe machen das nämlich auch! (Das Foto ist von christels und Pixabay.)

Klar, das mit dem Leckerli war völliger Blödsinn. Zwei territoriale Hunde bekommen etwas, was es zu verteidigen gilt. Hach… Asche auf mein Haupt! Ich kann Ihnen versichern, dass ich so etwas danach nicht wieder gemacht habe.

Das Frollein Frieda verschwand also schnellen Schrittes in Richtung Heimstatt. Nach einer kurzen Manöverkritik mit dem Satansbratenfrauchen bin ich hinterher, sicher, dass sie schon an der nächsten Ecke auf mich warten würde.

Frieda allein unterwegs.

Tat sie nicht. Kein Frollein Frieda weit und breit! Ich beschleunigte meine Schritte, weil ich mir erstens Sorgen machte und zweitens nicht sicher war, dass sie sich allein nach Hause finden würde. Bisher hatte Frieda sich zwar als ein sehr engagierter Such- aber wenig erfolgreicher Findehund gezeigt.

Gleich der nächste Mensch, der mir entgegenkam, sprach mich mit einem Blick auf die hundelose Leine in meiner Hand an: „Suchen sie so einen Schwarzweißen? Der ist da hinten lang. Ordentlich auf dem Bürgersteig.“ ‚Wenigstens etwas.‘ dachte ich und war etwas beruhigt, weil der freundliche Herr in die richtige Richtung zeigte.

Chuck. Er guckt nicht immer so…

Kurz darauf traf ich unseren guten Kumpel Chuck mit seinem Herrchen. „Suchst du Frieda? Die hat ordentlich Vorsprung. Kam uns eben kurz vor dem Minigolfplatz entgegen.“ Ich bedankte mich noch einmal und verzichtete ausnahmsweise auf einen Schwatz. Frieda war immer noch Richtung Heimat unterwegs.

Als ich selbst auf Höhe des besagten Minigolfplatzes angekommen war, winkte mir die Platzwartin zu: „Dein Hund ist heute aber schneller als du! Die ist bestimmt schon zuhause.“ rief sie.

So war es auch. Nicht mit dem bepelzten Hundehintern hat sie mich angeguckt! Aber glücklicherweise sind Hunde nie so lange beleidigt wie Katzen.

Ich: „Ach, hab‘ mich doch wieder lieb!“ Frieda: „Geh mir vom Pelz!“

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