Anmerkung der Übersetzerin: Warum es manchmal wichtig ist, nicht das zu tun, was möglicherweise erwartet wird

Liebe Leserin, lieber Leser!

Da sind wir wieder! Haben Sie uns vermisst? Sie jedenfalls haben uns gefehlt, zumal wir auch bei unserem Lieblingsnetzwerk Twitter abstinent waren. Schön, dass Sie noch da sind!

Während das Frollein Frieda weiter fleißig Sitzen, Passanten verbellen, Briefträger erschrecken und Klauen von frischgebackenem Kuchen geübt hat, habe ich Pläne geändert, Möglichkeiten gesucht und über den Sinn des Lebens nachgedacht. Danke, dass Sie so geduldig mit uns waren!

Während der letzten Wochen hat mich so einiges davon abgehalten, in Frollein Friedas Auftrag zu schreiben. Unter anderem musste ich über Prioritäten nachdenken. Alle Welt setzt schließlich welche. Gerade jetzt. „Jetzt“ ist COVID19, das unsere Welt ordentlich durcheinanderbringt und fast alle von draußen nach drinnen geschickt hat. Ob sie es wollten oder nicht.

Über die Ruhe, die dadurch entstanden ist, war ich zunächst sehr erfreut. Es konnte ja nichts getan werden, also musste ich auch nichts tun, dachte ich. Und sah darin den Vorteil des so genannten Shutdown.

Aber dann war es gar nicht leicht und locker. Die meiste Zeit hatte ich ein höllisch schlechtes Gewissen, weil ich mich nicht den Heerscharen von Menschen angeschlossen habe, die den erzwungenen Stillstand nutzten, um ihren Garten neu zu gestalten, das Dachgeschoss auszubauen, den Keller aufzuräumen, ihre Steuererklärung zu machen, längst zu Erledigendes endlich zu erledigen… Das hat mich blockiert. Und so habe ich ein paar Wochen lang eigentlich gar nichts gemacht.

Naja, „gar nichts“ ist vielleicht auch untertrieben. Ich habe mich sportlich betätigt, bin mit Frieda, ihren Hundekumpels und unserer lieben Gassifreundin unterwegs gewesen, habe ihr (Frieda, nicht der Freundin!) den Pelz gekrault, am Fluss gesessen, im Wald gesessen, bei einem Buch gesessen, die eine oder andere Serie abgesessen…

Und wieder habe ich gelernt während dieser letzten Wochen: Ich muss entscheiden, was gerade dran ist. Wenn das heute Fachliteratur zu meinem mich gerade besonders interessierenden Thema und danach eine große Runde mit Frieda sind, morgen ein Telefonat mit meiner Lieblingsklientin, das mich den ganzen Tag bewegt und übermorgen eine Auslieferungstour mit dem Sprinter, soll es genau so sein.

Warum erzähle ich Ihnen das alles? Weil ich sicher bin, dass es nicht nur mir so geht. Und weil ich glaube, dass man ein ganz normaler Mensch sein und Dinge trotzdem anders als die Mehrheit angehen kann. Uns allen täte etwas mehr Unabhängigkeit und Leben gut, denke ich. Gerade jetzt!

Deswegen schreibe ich eben nicht nur in Friedas Auftrag, sondern versuche immer dann, wenn sie mir frei gibt, Menschen zu unterstützen, die sich auf einen neuen Weg machen oder auch nur ein bisschen die Richtung ändern wollen.

Frieda und ich haben aber gerade nach diesen Wochen Pause viel zu erzählen bzw. zu bellen. Denn jede/r von uns braucht Auszeiten – ohne vorher irgendetwas „geleistet“ haben zu müssen. Danach geht es erfahrungsgemäß auch viel besser voran.

Außerdem brauchen Veränderungen ihre Zeit. Mal mehr, mal weniger.

Und ab jetzt hat das Frollein Frieda wieder das Wort – Entschuldigung! – das Gebell.

Und das wurde ja wohl auch allerhöchste Eisenbahn! WEFF!!!

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