Boah, was habe ich für einen Stress – Teil 3

Liebes Rudel,

jetzt kommt die letzte Geschichte, und dann dürfen Sie mich ordentlich bedauern. Was ich während der letzten drei Wochen erlebt habe, reicht nämlich für drei Monate! Jedenfalls einem Hund wie mir, der es gern sortiert hat.

Bevor ich bei meinen Gassifreunden zu Besuch war, kam erst einmal ein Hund zu uns. Zu uns! In mein Haus! Pinkelte in meinen Garten! Wollte von meinen Leuten gestreichelt werden!

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Das ist Meisij, was auf holländisch „Mäuschen“ bedeutet. Ihre Augen leuchten aber nicht immer so. Das mit der abgerissenen Tapete rechts im Bild war ich…

Meisij tauchte eines Tages zusammen mit dem Übersetzer auf. Er erklärte, dass sie zu einem verreisten Arbeitskollegen gehöre und ich gefälligst nett sein sollte. Na, dem habe ich gezeigt, was ich unter „nett“ verstehe! Erst habe ich sie angeknurrt, dann ist sie in den ersten Stock geflüchtet, und ich habe die Treppe bewacht. Hat sie sich natürlich nicht wieder runter getraut. Weil der Übersetzer Angst hatte, dass ich das arme kleine Tierchen (Pah! Wuff!) in der Nacht piesacke, hat er im Gästezimmer geschlafen, damit er näher dran ist. Naja. Habe ich eben die Tür zum Gästezimmer bewacht, und sie hat sich da nicht raus getraut.

Aber das war mir auf Dauer zu anstrengend, und so habe ich mich auf meinen Platz schicken lassen und versucht, mich ein wenig zu entspannen.

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Ich beim Entspannen.

Trotzdem bin ich ein wenig verdrossen darüber, dass Meisij im Bett schlafen darf! Ich werde da immer rausgeworfen! Sie hat sogar versucht, auf die Couch zu springen, denken Sie mal! Unverschämtheit! Aber da hat auch die Übersetzerin geschimpft. Und ich gleich mit.

Naja, das hat auch nichts genützt. Sie ist jeden Tag mit dem Übersetzer zur Arbeit gegangen, und ich habe jeden Tag gehofft, dass sie nicht wiederkommt. Ist sie aber.

Das einzig Gute an diesem Besuch: Wir konnten ganz prima zusammen nach Mäusen buddeln, sie an einem, ich an einem anderen Loch. Und weil sie grundsätzlich alle Rufe ignoriert hat, wenn sie am Buddeln war, habe ich das gleich auch gemacht. Das war aber blöd, weil ich mich die Übersetzerin immer an die kurze Leine nimmt, wenn ich nicht gleich komme. Das ist erstens langweilig, und zweitens rennt die dann immer so.

Übrigens weiß ich jetzt, dass Hunde ganz verschiedene Buddeltechniken haben. Meisij buddelt nicht nur mit den Pfoten, sondern auch mit der Schnauze. Sie beißt in den Boden und spuckt die Erde dann wieder aus. Ich buddele nur.

Heute zieht sie wieder aus. Das hat mir die Übersetzerin versprochen und mich gelobt, weil ich nach ein paar Tagen doch ziemlich nett zu ihr war. Also für meine Verhältnisse.

 

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Meisij und ich warten darauf, dass es endlich losgeht. Ich finde ihr Geschirr ein bisschen albern. Bin froh, dass ich so etwas nicht anziehen muss!

Und so bald muss jetzt auch kein Besuch mehr kommen. Ich brauche Ruhe nach all dem Stress!

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